Turniere
Die Bedeutung des Wortes Turnier heißt eigentlich in der Übersetzung Kampfübung. Die ritterlichen Kampfspiele im frühen Mittelalter gehen bis etwa 1550 zurück. Die Ritterschaft, meistens zu Pferd, bildeten im Mittelalter eine kriegerische Kampftruppe. Zur Erhaltung und Verbesserung ihrer Kampfkraft fanden regelmäßig Ritterspiele statt. Diese wurden zunächst auf den Burghöfen und im Gelände nahe der Burgen ausgetragen. Für militärische Auseinandersetzungen wurde ein ständiges Training, welches Manöver genannt wird, im Rahmen solcher Turniere abgehalten. Zunächst traten 2 große Mengen Krieger gegeneinander an, das so genannte Massenturnier. Sie mussten sich mit Lanzen aus den Sätteln stoßen. Das Ende eines solchen Turniers war, wenn nur noch 2 Gegner übrig blieben, die sich dann mit Schwertern aus dem Sattel holen mussten. Diese Art Turniere war dem ländlichen Adelsstand vorbehalten. Es war die Repräsentationsform des Landadels zu anderen gesellschaftlichen Gruppen. Es gab eine feste Turnierordnung, welche besagte, dass alle, die Handel betrieben, von derartigen Turnieren auszuschließen sind. Festgeschrieben unter anderem im Würzburger Turnierregister von 1479. Aus Kostengründen wurden die Turniere in mittelalterliche Städte verlegt. Dazu zählen die Städte Würzburg, Heidelberg, Dresden und auch Wien. Zunehmend war nur noch die adelige Oberschicht, die es sich finanziell noch leisten konnte, bei diesen Turnieren vertreten. Die Turnierrüstungen und Turnierharnische waren sehr teuer. Die Turnierwerkzeugmacher waren sehr selten geworden. Man fand diese nur noch in den großen Städten. Auch heute werden noch bei sogenannten Burgfestspielen, Ritterkämpfe, allerdings mit stumpfem Schwert oder Lanze, als Turniere ausgetragen.Turniersport heute
Unter dem Begriff Turnier versteht man heute im Allgemeinen ein sich Messen in sportlicher, geistiger und geschicklicher Hinsicht bei einem Wettkampf . Ein Turnier ist eine Leistungsbeurteilung. Sie kannfirmen- oder vereinsbezogen ermittelt werden. Die Besten erhalten meistens eine Urkunde, aber auch Entlohnungen in Form von Geldprämien sind nicht unüblich. Sollten bei sportlichen Turnieren Geldprämien an die Gewinner bezahlt werden, so werden bei nicht Einhaltung der Wettkampfregeln das Preisgeld sowie die Siegerurkunde zurückgefordert und der Sieg aberkannt. Im Zeitalter von Doping
ist dies leider sehr oft der Fall und es betrifft inzwischen schon die meisten Wettkampfdisziplinen.
